Wo war Jesus zwischen Grablegung und Graböffnung? Aus was bestand er? Wo ist das Totenreich? Lauter Rätsel, auch schon für Autoren des Neuen Testaments
Auferstehung von den Toten am Tag des Jüngsten Gerichts - gesehen im 11. Jahrhundert. Buchmalerei.
Auferstehung der Toten
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WAS WAR LOS IM GRAB?

Allen Berichten zur Folge liegt der tote Jesus am Freitag spät in der Nacht im verschlossenen Grab. Es gelten die Sabbat-Vorschriften und alle möglichen Akteure sind (noch ) jüdisch: Die Engel, Jesus und letzen Endes auch Gott. Tätigkeiten wie Auferstehen, Auferwecken und Stein entfernen kommen also nicht in Frage. Die Ankündigung, der Vorgang würde am 3. Tag stattfinden, entspräche also jüdischem Brauchtum. Das impliziert, dass Jesus gewusst habe, seine Kreuzigung würde auf einen Freitag verlegt. Die die mehrfache Ankündigung des Weltendes seitens der Evangelisten noch in dieser Generation ist in punkto Zukunftswissen aber nicht sehr überzeugend. Theoretisch könnte der Gekreuzigte nach der Grabschließung, also noch am Freitag, wodurch auch immer wieder, zu sich gekommen sein. Es ist dunkel, keine Uhr, es ist Sabbat. Stein wegwälzen ist nicht lebensnotwenig, kann also aufgeschoben werden. Die Mühen und Drangsale des Tages waren erheblich. Warum nicht ein paar Stunden schlafen, aufpassen, wann es hell wird, den Stein wegwälzen und das neue Leben beginnt. Spekulativ? Immer wenn von Auferweckung durch Gott die Rede ist, fehlt am dritten Tag. Die These von einer Widerbelebung noch am Freitag wurde auf den Konzilien nicht weiter erörtert, obwohl damit eine lästige Frage im Raum stand:

WO WAR JESUS VOR DER "AUFERSTEHUNG"

Das heißt, wo war er uterwegs wo zwischen Freitag Abend bis Sonntag Morgen? In welcher Gestalt oder Form? Reiner Geist oder Astralleib? Was hat er gemacht? In Rund 60 Generationen von Theologen sind ihr nachgegangen, ohne schlüssige Antworten zu finden. Auch die Evangelisten und die Autoren der Briefe hatten unterschiedliche Eingebungen oder keine. Laut Lukas sagt Jesus zu einem Leidensgenossen am Kreuz neben ihm: Amen, ich sage dir heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. Lukas (Lk)23,43. Eine kleine Himmelfahrt also kurz vor der nächsten in ein paar Tagen. Hat das Sinn?

DER REISEPLAN JESU

Was geschah im Augenblick des Todes? Markus (Mk)15,37 und die anderen übernehmen es: Er hauchte den Geist aus. Wenn es so war, wusste er auch wohin er sich wenden konnte, um als Geist auf die Wiedervereinigung mit der Leiche zu harren? Oder hat Gott, sofern es ihn gibt, unter seinem Himmel keinen Platz für solche Zwischenwesen vorgesehen? Rein technisch betrachtet hätte Jesus tatsächlich von irdischer Hülle unbeschwert Mal eben im Paradies vorbeischauen können, das heißt auch bei Gott. Vielleicht hat Lukas angenommen, der kleine Streit mit dem Vater vor der Kreuzigung habe eine Aussprache erforderlich gemacht. Andere Motive für einen Kurzaufenthalt hoch droben sind nicht erkennbar. Jesus war - so will es die Lehre, von Anfang an bei Gott im Himmel ohne Amt. Wenn Lukas recht hat, hat ergäbe folgender Reiseverlauf für Jesus:

1. Verbringt den ersten Teil der Ewigkeit bei Gott
2. Ist rund 30 Jahre zu Besuch auf der Erde
3. Er hält sich etwa einen Tag lang zu hause im Himmel auf
4. Abstieg nach Jerusalem, verbringt ein paar Tage mit Jüngern
5. Himmelfahrt, er sitzt bis heute rechts vom Vater
6. Angesagt ist die Wiederkehr zur Erde, um einen Tag lang zu richten
7. Lebt mit allen Freigesprochenen zusammen im Himmel für den zweiten Teil der Ewigkeit. Die Erde ist futsch.

Man sollte meinen, dass ein wahrhaft göttlicher Plan mit einem Auf und Ab weniger auskommt. Das sieht offensichtlich auch Johannes (Jh) so. Er lässt Jesus zur Maria sagen: Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zu meinem Vater aufgegangen. Jh20,17. Also nicht im Himmel, und das ist auch die Mehrheitsmeinung in der christlichen Wissenschaft. Aber wo denn dann? Markus ist vorsichtig genug, keine Vermutungen anzustellen.

NIEDERGEFAHREN ZUR HÖLLE?

Ägypter, Juden, Griechen und Römer hatten vage Vorstellungen über die Verwahrung von Toten einer eher unwirtlichen Unterwelt. Hat Gott seinen Sohn dort hinbeordert? Gleich nach der Kreuzigung auch noch hinab ins Grauenhafte? Handelt so ein liebender Vater? Solche Fragen werden bis heute mit dem Hinweis auf den unerforschlichen Ratsschluss Gottes abgetan. Einigkeit aber besteht in der Frage, in welche Richtung der sich die Seele des Gekreuzigten bewegt habe: Nach Unten. Unter Berufung vor allem auf Mathäus (Mt). Der hat auf schon bekannte Bezirke zur Aufbewahrung der Toten zurückgegriffen. Sein Jesus spricht:

Werft ihn in die äußerste Finsternis, wo Heulen und Zähneklappern herrscht. Mt25,30 Er soll dem Feuer der Gehenna verfallen sein ... dass der ganze Leib in die Gehenna geworfen wird. Mt5,22,30

Gehenna - im Alten Testament eine ungute Totenstätte (Schlucht) für Straffällige. Markus beschreibt sie näher: Gehenna ist der Ort, wo der „Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Mk9,44. Für die Autoren der Antike war es undenkbar, die Protagonisten ihrer Erzählungen ins absolute Nichts zu entlassen. Weil Aussagen über Orte eines möglichen Weiterbestehens nach dem Tod des Körpers nicht nachprüfbar waren, hatten sie die Freiheit, sich diese auszumalen. Andererseits führte die Vielfalt der Bilder zu Unsicherheiten. Das zeigt sich besonders bei Matthäus. Er bedient sich nicht nur bei jüdischen Vorstellungen, sonder auch bei hellenistischen. Du meinst, du wirst in den Himmel erhoben? Nein, bis in den Hades wirst du hinabsteigen. Mt11,23. In der von Flüssen umgebenen Unterwelt der Griechen wurden die Verstorbenen nur noch als Schatten ihrer selbst für immer abgelegt. Frevler mussten in einer Unterabteilung Tartaros Qualen erleiden. Ob Gehenna oder Trataros - dahin wollte Matthäus den gerade Gekreuzigten offensichtlich nicht versetzen. In Mt12,40 sagt Jesus zu den Pharisäern:

Wie Jonas drei Tage lang im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage lang im Herz (
kardia, kardia) der Erde sein.

Drei Tage? Laut Markus lag der Leichnam von Freitag Abend bis Sonntag Morgen im Grab. Matthäus lässt den vollständigen Menschensohn in der Erde verweilen, nicht nur den Leichnam. Geist und Körper getrennt, aber nahe beisammen? Am Sonntag mit oder ohne Gottes Beistand wieder vereint, bereit vor den Jüngern zu erscheinen und gen Himmel zu fahren? Zu plausibel. Die Mehrheit der Theologen ist nicht Willens, Jesus drei Tage Ruhe zu gönnen. Sie berufen sich auf die Stelle, übersehen das drei Tage lang und übersetzen Herz mit unterste Tiefe. Das klingt schon wesentlich ungemütlicher. Resultat der frühen Auslegungsbemühungen: Im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es wörtlich aus dem griechischem Original übersetzt:

... hinabgestiegen in die unterste Tiefe, am dritten Tag auferstanden von den Toten.

Nun musste geklärt werden, was Jesus bei den Toten einen Tag lang so gemacht haben könnte. Die Evangelisten haben sich dazu nichts einfallen lassen, und in den Briefen des NT gab es nur einen Hinweis:

So ist er (Jesus) auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. 1 Petrus19.

Eine sinnvolle Betätigung vor einem Publikum, das es zumindest nötig haben könnte. Aber wohlbemerkt: Gefängnis und nicht Gehenna oder Hades, beides in der Regel übersetzt mit Hölle. Doch die Theologen ließen nicht locker, bis sie Jesus eben dorthin versetzt hatten. Warum auch immer. In machen Kirchen wurde schließlich laut aufgesagt: Niedergefahren zur Hölle. Das Resultat der Auslegungskünste laut Wikipedia:

Als Höllenfahrt Christi (lat. Descensus Christi ad Inferos) bezeichnet man die traditionelle christliche Vorstellung, dass Jesus in der Nacht nach seiner Kreuzigung in die Hölle hinabgestiegen sei und dort bzw. in der Vorhölle, dem "Schoß Abrahams", die Seelen der Gerechten seit Adam befreit habe.

Bemerkenswert: Aus der Belehrung im Petrusbrief wird eine Befreiungsaktion. Warum? Es gab ein Problem, das schon Mathäus erkannt hatte. Wo verweilten die Seelen all der Menschen, die gerechter Weise nicht in das Höllenfeuer gehören? Etwa die im Alten Testament auftretenden untadeligen Personen, die einfach Besseres verdient haben, wie etwa Abraham, der Bundesgenosse Gottes? Der Christliche Himmel, das Reich des dreieinigen Gottes, in dem neben Gott auch der auferstandene Christus herrscht, ist ja erst im entstehen. Matthäus hat das Problem gelöst: Sein Jesus haucht am Kreuz seinen Geist aus, der Vorhang des Tempels zerreißt, die Felsen spalteten sich, die Erde bebt ...

Die Gräber öffneten sich, und die Leiber vieler Heiliger, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. Mt27,51-53

Demnach war es also keine Befreiungstat Jesu am Sabbat in einer Unterwelt. Zu der kam es nur durch intensive Auslegung von MT27,51-51. Matthäus erzählt nicht, wohin sich die Auferweckten begaben, nachdem sie erschienen waren. Aber das können wir uns denken. Zurück in die Gräber nach all dem Aufwand? Konsequenter wäre eine Himmelfahrt zeitnah mit Jesus, quasi die Erstbesiedlung des christlichen Gottesreiches. Womit das Wohin geklärt wäre. Das Woher betreffend sieht Mathäus nicht, wie sich der Schlund einer Hölle öffnet. Die Entschlafenen kamen aus Gräbern. Auf frühen Darstellungen der Auferstehung kann man es sehen. Die Wiederbelebten entsteigen den Gräbern und Engel pusten dazu in Posaunen. Die Version des Matthäus ist anschaulich, quasi volksnah. Gehenna, Hades - fern und erschreckend. Man will die Lieben in der Nähe haben, wo sie in Frieden ruhen. Die Intuition ist nicht bereit, Körper und Seele zu trennen. Die Kirche wird das anderes entscheiden. Vorher mussten sich die Theologen mit anderen Fragen beschäftigen, die aus Kreisen der Gläubigen gestellt wurden. Wie stehen die Toten wieder auf. Gebrechlich oder schön, wie im Augenblick des Ablebens. Nackt oder angezogen? Im Alltagsgewandt oder sonntäglich herausgeputzt?

JESUS SCHÖN IM HIMMEL

Die ansonsten zu jedem Zank bereiten Theologen waren sich ein paar Jahrhunderte lang einig: in einem Punkt einig: Jesus waltet im Gottesreich in vollständigrer Integrität. Bis einer nach der Durchmusterung der männlicher Glieder die Frage aufwarf: Wirklich vollständig, auch zwischen den Beinen? Sogleich lief die Truppe zur Hochform auf. Nach Lucas 2, 21 war Jesus beschnitten und in einigen Kirchen wurde seine Vorhaut als Reliquie vorgezeigt. Das hieß, er saß beschnitten zur Rechten Gottes, mit einem nach Judenart korrigiertem Glied. Diese Vorstellung erschüttere eine Fraktion der Schriftdeuter bis in tiefste Innere und bestritt wacker die Echtheit der gezeigten Partikel in einer Flut von Traktaten. Die Verteidiger eines Verbleibens des delikaten Partikels im Diesseits hielten ebenso massiv dagegen. Einer, der auch nichts Besseres zu tun hatte, war der gelehrte Anastasius Sinaita. Der versucht es im ausgehenden VII. Jahrhundert in seinen Quaestiones et Responsiones mit einem Schlusswort:

Auf alle Fälle aber hat Er, der sich freiwillig beschneiden ließ, das Praeputium aufbewahrt, damit Er es bei seiner Auferstehung wieder annehmen konnte, damit Er einen unverwesten und vollständigen Körper ohne jeden Fehler besäße.

In demselben Sinne lehrte dann auch Theophylakt (um 1150) in Cap. II, Lucae:

Es scheint, dass Er diese Partikel unversehrt aufbewahrt und sie bei der Auferstehung wieder angenommen hat, damit er nicht ohne diese Partikel befunden würde.

Ob mit oder ohne Vorhaut im Himmel war (und ist) den meisten Normalgläubigen sicher schnurz egal, auch den männlichen. Wichtiger: keine Gebrechen, keine Zipperlein, keine Falten. Was ist das für ein Leben, wenn einem eine Ewigkeit lang die Gicht plagt oder die Impotenz.

WAS ZIEHE ICH AN BEIM JÜNGSTEN GERICHT?

Wenn es mit Jesus geklappt hatte, so schön im Himmel zu sein, war das nicht wegweisend? Nach Johannes 14,6 jedenfalls, denn da spricht er: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Mit Körper, aber ohne Gebrechen, jung und schön für immer, das war im Prinzip die Verheißung der hellenistisch-jüdischen Sekte. Kronzeuge vor allem dieser Johannes. Sein Jesus über den Menschensohn, das ist er selbst:

... die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht. Joh5,28.

Überwiegend verbreiten die Autoren des NT also die Ansicht, die Toten harrten in Gräbern ihrer Auferstehung. Dazu lassen sie Jesus mehrfach prophezeien, das Weltende finde noch in dieser Generation statt. So auch Mt16, 27:

Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.

Den Christgläubigen der ersten Generation wurde also eine relativ kurze Verweilzeit im Grab in Aussicht gestellt und damit ein vertretbarer Erhaltungszustand ihrer Leiche. Ihre Anzahl war noch überschaubar, so dass am angesagten Jüngsten Tag ein gemeinsames Erscheinen vor dem göttlichen Gericht dem gesunden Menschenverstand nicht widersprach. Problem natürlich, nach dem Erklingen der Posaunen, was ziehe ich an? Entsprechende Erwägungen müssen natürlich schon bei der Gestaltung der Beerdigung angestellt werden. Ewa: Was macht den besseren Eindruck auf Gott und seinen Beisitzer, bescheiden im Alltagsgewandt oder sonntäglich herausgeputzt? Der gewinnorientierte höhere Klerus hat sich schon früh entschieden, den finalen Richtern im prächtigen Tuch entgegenzutreten, wohl in der Annahme, dass höhere Wesen eher mit den höheren Ständen Nachsicht üben. Wenn das Mal gut geht. Laut NT wurde der leblose Jesus in einem schlichten Leichentuch abgelegt. Leider gibt es keine Untersuchung zur Frage, wer überhaupt noch an das Jüngste Gericht glaubt. Wer möchte sich schon mit Abermilliarden im Gerichtsaal nach vorne drängeln, eingeklemmt zwischen greinenden Mayakindern, einem schlecht gelaunten Neandertaler und Papst Benedikt, der sich beklagt, weil er nicht als erster drankommt? Die meisten haben wahrscheinlich Grund zum Jammern, weil es ihnen nicht gut geht. Was wissen wir über die Verfassung der Wartenden? Laut Lukas und Johannes zeigt Jesus den Jüngern nach seiner Auferstehung seine Wunden. Demnach wurde er auferweckt, wie er begraben wurde. Liegt ja auf der Hand. Die meisten Toten waren zu verwest, um vor Gericht erscheinen zu können. Also haben sie nach Gottes Weckruf als Körper ihre eigene Leiche zurückerhalten. Überwiegend kein schöner Anblick am Jüngsten Tag. Immerhin: Die Gutes getan haben werden nach Verhör und Urteil den Saal verjüngt und geheilt verlassen. Versprechen Herren Evangelisten. Meine Anfrage bei den vatikanischen Glaubenshütern, wie Gott und Sohn binnen 24 Stunden allen Toten seit Anbeginn Gerechtigkeit wiederfahren lassen könnten, wurde sinngemäß so beantwortet: Für Gott sei nichts unmöglich, schließlich habe er in sechs Tagen die Welt erschaffen. Was die Archivierung guter Taten betrifft, können Gläubige aufatmen. Was Google kann, kann Gott schon lange. Und die Sünder? Sie können nur hoffen, dass aus der ganzen Aufsteherei von den Toten nichts wird, weil sie erfunden ist, und daher endgültig tot sind wenn sie tot sind. Schließlich war das Versprechen einer leiblichen Auferstehung von den Toten die Hauptattraktion der Sekte. Zum Beleg für das Funktionieren diente den Autoren die Erzählung von der Auferstehung Jesu. Mit ihr erfüllten sie den Auftrag der Gemeindevorsteher, für den Eintritt in die Sekte zu werben. Bezahlt für Werbung. Es steht also schlecht mit der Glaubwürdigkeit & Wahrheitsliebe der Auftragsschreiber. Dazu muss man die Prophezeiung vom nahen Weltende näher in Augenschein nehmen, Sie wird nämlich sehr eindringlich ausgesprochen. Matthäus 10,23 Jesus sagt zu den Jüngern:

Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in die andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

Markus 9,1, fast gleichlautend mit Lukas 9,27 und Matthäus 16,28. Jesus sagt zu den Jüngern:

Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes gekommen ist.

Markus 13,30 und Matthäus 24,34, Lukas 21,32 gleichlautend.

Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen.

Die Aussagen über das Weltende sind zeitlich falsch. Demnach wäre Jesus Christus, sofern es ihn als Person gab, ein Lügner. (Sofern Gottessohn, hätte er es besser wissen müssen). Oder haben sich die Autoren hier nur zweckdienliche Vermutungen angestellt? Zweckdienlich, weil sie Bereitschaft der Gemeindemitglieder förderte, ihr Hab und zu Spenden? Ist der Mensch so? Ich sage ja, aber auf mich hört ja sowieso niemand. Peter Milger