Peter Milger
DIE KREUZZÜGE
Krieg im Namen Gottes
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Peter Milger DIE KREUZZÜGE (Buch)
Ausgewählte und überarbeitete Kapitel

Das Massaker von Jerusalem
Blutrausch oder etnische Säuberung?

Kinderkreuzzug

Die Ausrottung der Katharer
(1) Propaganda
(2) Eroberungskrieg als Kreuzzug
(3) Inquisition und Scheiterhaufen


Weitere Kapitel
Der Werbetext des Verlags aus dem Jahr 1988 - ein Blick zurück nach vorn

In 10 Kapiteln wird die Geschichte der Kreuzzüge erzählt. Dabei kommen die Augenzeugen ausführlich zu Wort. Drastisch und mitreißend schildern sie Alttägliches und Unglaubliches. Berichten von Begierden und bitterer Not, vom Heldentum und Verbrechen, von Hingabe und blutigem Gemetzel. In Zwischenkapiteln werden die politischen und historischen Hintergründe erklärt. Mit kriminologischer Sorgfalt deckt der Autor übersehene und verdrängte Sachverhalte auf und belegt sie Dokumenten und Texten der Augenzeugen und Buchmalereien der Epoche. Das Buch „Die Kreuzzüge" dokumentiert die Entstehung von Feindbildern und Glaubenskriegen und liefert so Materialien für die Auseinadersetzungen und Glaubenskriege von heute,

Der Text bezeugt eine gewisse Weitsicht - ungewollt wurde das Werk zum Begleitbuch einer weiteren Epoche von Missionskriegen, von Kriegen im Namen von, in denen der Name missbraucht wird - die USA-geführten Kreuzzüge (G. W. Bush) im Namen der Freiheit, der Terror muslimischer Milizen im Namen Allahs, ausgegeben als Dschihad.
Peter Milger, DIE KREUZZÜGE - Krieg im Namen Gottes, C..Bertelsmann 1988, 1.-6. Auflage, 55.000 verkaufte Exemplare
Peter Milger. Die Kreuzzüge
7. Auflage im Jahr 2000. 20.000 verkaufte Exemplare. Alle vergriffen.
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KREUZZÜGE - Vorwände - Ideologie - Propaganda - Verlauf

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Die heiligen Kriege des Abendlands - Klappentext 1988 - leicht ergänzt

Etwa 1070 Jahre nach dem friedlichen Einzug (laut NT) von Jesus Christus in Jerusalem dringen bewaffnete Pilger in die Stadt ein und bringen sämtliche Einwohner (systematisch) um. Die Krieger tragen das Zeichen des Friedensfürsten.

Zum Kreuzzug aufgerufen hatte Papst Urban II. (im Jahr 1095 in Clermont) im Namen Gottes. (Christus befiehlt es)

Am Ende des 11, Jahrhunderts waren drauf hin in Europa Zehntausende Ritter, Kleriker, Handwerker und Bauern, Diebe und Dirnen aufgebrochen, um ihr irdisches und himmlisches Heil zu suchen. Die Habgierigen und die Frommen haben Jerusalem gewonnen und die Welt verändert.

In 200 Jahren fanden sechs große und unzählige kleine Kreuzzüge statt. Sie veränderten die politische Landschaft im Nahen Osten, führten zur Bildung von Kreuzfahrerstaaten und führten zur Vernichtung des Byzantinischen Reichs. Die Kreuzzüge forderten mehr Opfer unter des Zivilisten als die damaligen innereuropäischen Kriege. Die Bevölkerung von Jerusalem wurde ausgerottet, mehr als 100.000 starben unter dem Schwert, an Hunger, Krankheiten, vor Erschöpfung.

Die Kreuzzugsidee (Propaganda) hatte weitreichende Folgen. Sie stempelte Muslime zu barbarischen Heiden, deren Tötung nicht nur erlaubt, sondern gewollt war.

Das Feindbild erwies sich als übertragbar. Die ersten Opfer der Kreuzzugspropaganda waren die rheinischen Juden. Etwa hundert Jahre später wurden Kreuzzüge gegen abtrünnige Christen und rebellierende Bauern ausgerufen. Inquisition und Ablasswesen gingen aus der Praxis der Kreuzzüge hervor.

Für die umstandslose Kolonisierung Afrikas, Amerikas und Asiens lieferte das Heidenbild der Kreuzzugsideologie die Rechtsgründe. Auch nach dem Ende der klassischen Kreuzzüge werden weiter Kriege im Namen hoher Ideale geführt. Gestorben und getötet wurde für die Ideale der Revolution, für Zivilisation, für Vaterland, Volk und Kaiser, und auch meistens auch für Gott, für Rasse und Führer, Kommunismus und Freiheit. Die abendländische Geschichte der letzen 1000 Jahre ist eine Geschichte der Kriege im Namen des Guten.

Des jeweiligen Guten, das in der Regel dabei auf der Strecke blieb.

Peter Milger 2015