Baulärm Oberlindau - Onyx Frankfurt
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Oberlindau - Telemannstraße - Anwohner werden vier Jahre lang durch Bauherren entnervt
Anno 2012/13
Oberlindau 80
Kein Klaglied

DieSeite
soll als
Warnung
dienen
und zum
Wider-stand
ermutigen

Peter Milger
Anno 2014/17
Oberlindau 76-78
Der Umgang mit der Rechtslage
Es lärmt wieder los
Schutzbrief für Bauherren
Der Bauherr ist kein Samariter
Bauherr wusste, dass es laut wird
Onyx Frankfurt lärmt für Luxus Video vom 3. September
Ohne Auflagen genehmigt
Anfrage FDP -Fraktion
Baulärm - Neureglung angesagt
20 Mai 2017 - Onyx Bauherr insolvent - Wir hatten ihn gewarnt - Begrüßung der Nachbarn
Auf der Ortsbeiratssitzung hatten Nachbarn den Investor gewarnt, er würde es den Baulärm betreffend "mit einer kampferprobten Truppe zu tun bekommen". Seine Sprecherin hatte daraufhin rotzfrech getönt: "Ich freue mich drauf". Nun könnten die Nachbarn sagen, die Freude ist jetzt ganz auf unserer Seite. Klingt leider kleinlich. Großherziger wären Beileidsbekundungen. Aus dem vorgeschlagenen Straßenfest wird wohl nichts werden.

Begrüßung

Liebe neue Nachbarn im Haus Nr. 76-78. Wir freuen uns, dass schon um die 20 einziehen konnten. Wenn Sie so sind, wie der Bauherr Ihre Wohnungen beschreibt, also von höchstem Niveau, wird unser Leben hier enorm bereichert. Es gab ja schon Befürchtungen, das alte Bürohaus solle zu einem Studentenwohnheim umgebaut werden. Wie junge Leute so sind, lärmen sie schon Mal herum. Vielleicht gar täglich. Da haben wir uns gesagt, lieber wird es kurz ein wenig lauter, zwei drei Jährchen, und dann ist Ruh. Der alter Turm war auch sehr hässlich. Jetzt gibt es die eleganten Loggien rundherum, von denen Sie auf uns herabschauen können. Leider mussten die Erker aus dem Betonskelett herausgeschnitten werden, mit schweren Elektrohämmern. Sie werden verstehen, dass mir einmal die Nerven durchgegangen sind, und mir diese unsachliche Meldung herausgerutscht ist.

An der Schmerzgrenze. Schallpegel überschreitet Grenzwert um das mehr Doppelte, Bauaufsicht schritt nur zwei Mal ein t ein. (70-80 dBA statt 55). Seit Frühjahr 2014 mit Unterbrechungen, seit 25.8 täglich zwischen 7.30 und 17 Uhr wird in der Oberlindau und in der Telemannstraße das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gebrochen.

Den Beton kriegt man auch mit leiseren Geräten klein, ab das ist teuer und Sie hätten letztendlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Ihr Bauherr hat zu Ihrem Vorteil die Baukosten auch insofern begrenzt, als er Entschädigungen für besonders Geplagte strikt ablehnte. Wenn man nicht auf sein Geld aufpasst, hat man am Ende keins, Sie haben Ihres ja auch sauer verdient. Also Schwamm drüber, seit die ersten von Ihnen eingezogen sind, ist es ja schon fast himmlisch ruhig geworden. Geht doch. Ich habe einigen Altnachbarn vorgeschlagen, wir organisieren ein Straßenfest, wenn das Haus voll ist. Ganz bescheiden, Kaffe, Kuchen, Rotwein, auf unsere Kosten, wie es sich gehört beim Willkommenheißen. Es gibt noch einige Bedenken, aber die eingetretene Ruhe lässt Milde aufkommen. Nur meine Idee, auch den Bauherr und die Bauaufsicht einzuladen, stößt auf herbe Ablehnung. Die Gräben sind zu tief.

Auch wenn es nicht klappt, auf gute Nachbarschaft
Die Bauaufsicht und die Kunst des Abwimmelns
Leserbrief zu „auch Mal Baustellen stilllegen" Frankfurter Rundschau, F5, 8.1.15

Thema Baulärm also. Simone Zapke, die neue Chefin der Bauaufsicht, macht sich die notorische Verteidigungsrede der Behörde zu eigen: Sie könne den Lärm bei Abbrucharbeiten nicht kontrollieren, weil sie nicht über eigene Bauakustiker und Messgeräte verfüge. Verfügt sie nicht, das stimmt, und ist insofern schon ein Skandal. Dass die Bauaufsicht die Überschreitung der Grenzwerte nicht kontrollieren könne, stimmt dagegen nicht. Bauakustiker und spezielle Messgeräte sind nur nötig, wenn der Grenzwert (60 dBA) nur um wenige Prozent bzw. Dezibel überschritten wird. In der Oberlindau und der Telemannstraße wird der Grenzwert seit drei Jahren (und zur Zeit) immer wieder um 15 Dezibel überschritten (75 dBA). Den Wert kann man auch errechnen. Ein Presslufthammer erzeugt einen Schalldruck von 100 dBA im Abstand von 5 Metern. Im Abstand von 80 Metern sind es laut Tabelle noch 75 dBA. Das lernt jeder Bautechniker im ersten Jahr seiner Ausbildung. 75 dBA sind nicht 15 % mehr als erlaubt, sondern doppelt so viel. Um die Überschreitung zu messen, genügt ein einfaches Schallpegelmessgerät, 2 % Genauigkeit, Preis 50 Euro. Es kommt noch besser. Viele Smartphons können ähnlich genau messen. Die Chefin kann selbst damit zur Baustelle gehen oder den Pförtner schicken. Sie werden feststellen: Messgerät nicht nötig, Ohren reichen aus, denn 75 dBA beginnen schon weh zu tun, und das darf ja wohl nicht erlaubt sein. Ist es aber. Der Bauherr muss nur eine Karte ziehen auf der steht: Mein Presslufthammer ist „unvermeidlich". Ergo ist die Rede von Bauakustikern und Messgeräten ein Ablenkungsmanöver. Um eine Baustelle stillzulegen, müsste die Behörde nachweisen, dass es auch leisere Abbruchgeräte tun würden. Die aber sind sehr teuer. Das entstehende Dilemma kann sich jeder ausdenken. Auf der Onyx-Baustelle hämmert weiter der Presslufthammer. Jetzt empfiehlt Frau Zapke - und auch das ist nicht neu - der Bauherr möge den Lärmgeplagten Hotelzimmer anbieten. Das ist so wenig durchdacht, dass es mehr weh tut als Baulärm. Hotelzimmer sind fürs Übernachten eingerichtet. Aber in der Nacht hämmert ja niemand. Tagsüber möchte der Mensch in seinen Räumen arbeiten, kochen, seine Lektüre auswählen, in seinem Sessel sitzen, Musik hören, auf und ab gehen, Besuch empfangen. Heimat, Trutzburg, was nicht alles. Niemand lässt sich daraus vertreiben, das ist doch klar. Es ist ein Scheinangebot. Was ginge? Es handelt sich um eine fortgesetzte leichte Körperverletzung. Somit wäre Schmerzensgeld fällig. Der Bauherr lehnt aber Entschädigungen ab. Man müsste also klagen. Wenn ich an die Chancen denke, kommen mir die Tränen. Nein, nicht echt, ich muss lachen. Warum sollte es im Westend gerechter zugehen als überall in der Welt. Peter Milger, Oberlindau, Onyx-Nachbar.

Wurde, wie erwartet, nicht abgedruckt. Die FR sieht die Bauaufsicht und ihren damaligen Leiter, Dr. Michael Kummer, schon immer im milden Licht . Dafür sorgt schon der wackere Claus-Jürgen Göpfert. Ich sage nur, langjährige Parteifreunde. Und dem Charme der neuen Chefin ist der Claus offensichtlich auch schon erlegen. Qualitätsjournalismus, halt.

Vertreibung aus den Westend Anno 2014
Bauherr Onyx „bietet" Lärmgeplagten „Ersatzwohnungen" für einen Zeitraum von mehr als vier Wochen an. - durchschnittsgroße Hotelzimmer in sehr preiswerten Hotels zumeist fernab des Westends. In Abstimmung mit der Bauaufsicht. Nein, keine Satire, diese Herrschaften vertreiben uns Arm in Arm faktisch aus dem Westend. Keine Spur einer Idee, dass hier Menschenrechte verletzt werden. Artikel 2 Grundgesetz: Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Artikel 11 garantiert die freie Wahl des Aufenthaltsortes. Artikel 13: Die Wohnung ist unverletzlich. Bauherr und Bauaufsicht reden unisono von „unvermeidlichem Baulärm". Er wird tatsächlich unvermeidlich, wenn man an allen vier Ecken das Gebäudes Platz für die Loggien aus der alten Betonsubstanz herausstemmen will. Mit dem Bauantrag war also klar, dass die erlaubten Schallpegelwerte nicht eingehalten werden konnten. Die Behörde hat den Bauantrag trotzdem genehmigt, und damit den Abbruchlärm eben nicht vermieden. Gegen dieses Verwaltungshandeln können Bürger nicht rechtlich vorgehen. Gegen das Handeln das Bauherrn auch nicht erfolgreich, so jedenfalls der Bauherr mit geschwollener Brust. Ergo sind die Geschädigten wehrlos, was in einer Demokratie nicht sein sollte. Wenn irgendwo in der Welt Willkür herrscht und Menschenrechte verletzt werden, schicken wir die Nato. Na gut, so dramatisch geht es im Westend nicht zu, wir können und ja in Hotelzimmern vor Baulärm schützen. Und darauf hoffen, dass die von uns gewählten Volksvertreter das Zusammenwirken von Bauaufsicht und Bauherren Mal aufs Korn nehmen.

PS. Das Schreiben wurde am 24. 9 abgestempelt. Bis zum 26. soll die Rückantwort erfolgen. Auch so eine Unverschämtheit.




Juli 14 -Jetzt reicht es - Lärmmessung beantragt
P. Milger - Oberlindau 87 - 60323 Frankfurt/M ­­­­­­- 069 721464 - webmaster@milger.de <mailto:webmaster@milger.de> - www.milger.de <http://www.milger.de>

Dezernat II - Bauen und Planen
Herrn Olaf Cunitz etc

Betrifft: Abbruchlärm von der Baustelle Oberlindau 76-78

Sehr geehrter Herr Cunitz

Vor ca. 4 Wochen haben die Abbrucharbeiten begonnen. Die Entfernung alter Anbauten und Einschnitte für die Balkone machen umfangreiche Stemmarbeiten erforderlich. Zwei bis vier Stunden lang werktäglich erreicht der Schallpegel ständig 75 dBA. Der Einsatz einer auf Abbruch spezialisierten Abbruchfirma wird an der Baustelle nicht angezeigt. Verwendet werden nur traditionelle Schlaghämmer und Bohrer, also keine Sägen oder Hydraulikzangen. Von „unvermeidlichem Baulärm" kann also keine Rede sein. In dieser Zeit kann ich in meinem Arbeitszimmer keine Vertonungen durchführen, ich erleide also finanzielle Einbussen. Um den Lärm einzudämmen fordere ich die Stadt Frankfurt auf:

1. Zu kontrollieren, ob die eingesetzten Abbruchgeräte unter dem Aspekt der Lärmreduzierung dem Stand der Technik entsprechen.

2. Schallpegelmessungen auf Kosten des Bauherrn durchführen zu lassen und mir die Daten zwecks Klage auf Schadensersatz zukommen zu lassen.

Eine Verpflichtung in diesem Sinn tätig zu werden ergibt sich schon aus der Tatsache, dass die Bauaufsicht als hoheitliche Behörde im Konfliktfall die Interessen beider Parteien gleichermaßen wahrnehmen muss. Hochachtungsvoll. Peter Milger

Lärmessung nun angeordnet - wichtig für Forderungen nach Schadensersatz

Es hat zwar gedauert, aber jetzt hat die Behörde reagiert. Die beantragten Lärmessungen werden nun durchgeführt:

Derzeit ruhen die lärmintensiven Einsätze von Baumaschinen. Die Durchführung von Lärmkontrollmessungen sind angeordnet für den Fall der Wiederaufnahme der lärmintensiven Arbeiten. Sofern wir Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben feststellen können, werden wir die erforderlichen Verwaltungsmaßnahmen eingeleitet."

Das Mikrophon ist schon aufgestellt, es geht offenbar bald wieder los. Im Antwortschreiben wird fehlt nicht der übliche Hinweis auf „unvermeidbaren Lärm", den der Gesetzgeber erlaube. Es fehlt aber der Hinweis, dass der Bauherr in diesem Fall Schadensersatz leisten muss. Dazu brauchen man dann aber die Protokolle der Lärmmessungen. Mal sehen, wie die Bauaufsicht auf diesbezügliche Anträge reagieren wird.

PS. Von wegen unvermeidlich

Unvermeidbare Lärm käme vor, so die Antwort auf mein Schreiben, „wenn großflächige massive Gebäudeteile im Rahmen der Abbrucharbeiten zerstört werden müssen." Im Bauantrag muss der Bauerherr diese Abbrucharbeiten ankündigen. Das heißt, sie wurden genehmigt. Frage jetzt: Ist es in jedem Fall unvermeidbar, „massive Gebäudeteile zu zerstören? Hier werden massiven Betonwände zertrümmert, um jede Wohnung mit einem Balkon zu versehen. Ohne dergleichen Luxus sind die Wohnungen natürlich schwerer verkäuflich. Wenn die Stadt den vollen Umfang der beantragten Abbrucharbeiten genehmigt, entspricht sie damit also den Renditeerwartungen des Bauherrn. Und nicht der Erwartungen der betroffenen Bürger.

Bis 80 dBA ganztags ab 28.Mai - Leiden für Luxus
An der Schmerzgrenze. Schallpegel überschreitet Grenzwert um das Doppelte, Bauaufsicht schritt nicht ein. (70-80 dBA statt 55) Seit Frühjahr 2014 mit Unterbrechungen, seit 25.8 täglich zwischen 7.30 und 17 Uhr wird in der Oberlindau und in der Telemannstraße das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gebrochen,

Bauherr und Investor: KWS, Daniel Korn. Zur Frankfurter Rundschau (3.9.) sagte die Sprecherin, Frau Lang: „Es ist doch wunderbar, wenn so was schönes entsteht". FR weiter: „Im Onyx Turm wird ein Fitnessbereich, ein Hundewaschplatz, und eine heizbare Tiefgaragenrampe zum Angebot gehören, geeignet auch für tiefgelegte Sportwagen". Jetzt wissen die Anwohner, wofür sie ihre Gesundheit zu Markte tragen.

Für mehr als 50 Loggien muss der Beton aus dem Altgerüst weggestemmt werden. Das musste laut werden. Trotzdem wurde der Umbau von der Bauaufsicht genehmigt. Amtsleiter Michael Kummer zur FR: „Dem Bauherrn ist aufgegeben, den Einsatz von Presslufthämmern auf maximal zweieinhalb Stunden zu begrenzen". Es gibt genug Zeugen die aussagen könnten, das dies nicht der Fall war. Es gibt auch Messungen. Kummers Chef ist übrigens Olaf Cunitz, ein Grüner. Eine Wahlempfehlung.

Die Bleche zu Lärmdämmung haben offenbar nur für das halbe Gebäude gereicht. Bisher wurde nur oben gestemmt, wo keine angebracht wurden. Dieser Lärm war also vermeidlich. Vermeidliche Überschreitungen sind aber strafbar. Darf man Investoren zu nahe treten? Eher nicht.

Kritiker solcher Bauvorhaben werden immer wieder des „Sozialneids" bezichtigt. Die Anwohner kostet der Onyx-Bau Nerven , sie investieren, ohne am Gewinn beteiligt zu sein. Auf dieser Bezichtigungsebene könnte man die Investoren als Schmarotzer bezeichnen.

Keine Loggien, weniger Luxus, weniger Profit. Diese Rechnung müssen die Anwohner bezahlen. Und die Bauaufsicht sorgte dafür, dass sie aufgeht.

<https://www.youtube.com/watch?v=IlDqrm_Iodg>

2012 - Oberlindau 80 - Baulärm nicht hingenommen
Unerträglicher Baulärm im Westend - Frankfurter Bauaufsicht kontrollierte nicht - Beweislast den Opfern zugemutet - Mitarbeiter der Bauaufsicht verklagt Lärmopfer

2012. Drei von vier Zimmen sind am Tag nicht bewohnbar. Monate lang zeigt der Schallpegelmesser gegenüber der Baustelle Oberlindau 80 beinahe täglich um die 80 Dezibel (dBA) an - 20 mehr als erlaubt. Es handelt sich um einen Teilabriss, Beton wird mit Schlaghämmern zertrümmert. Beschwerden bei der Bauaufsicht erweisen sich als nutzlos. Schriftliche Auskunft. Die Bauaufsicht sei für die Kontrolle von Baulärm nicht zuständig, Messungen seien auf eigene Kosten durchzuführen. Diese Dokumente habe ich Mitte 2012 an die Fraktionen der SPD, der FDP und der Grünen weitergeleitet. Nur die FDP hat die Initiative in Form einer Anfrage an den Magistrat. und zwar mit Erfolg. Danke.


2013 - Bauaufsicht muss Einschreiten

Geschafft. Nun muss sich die Bauaufsicht gegen Baulärm in Bewegung setzen. Die Entschädigung von Lärmopfern bleibt ungeregelt.

Experten gegen Baulärm, titelt am 21. Feb. 2013 die Frankfurter Rundschau. Die FR weiter: "Die Experten ... sollen die Konzepte prüfen, die private Bauherren zum Lärmschutz ihrer Baustelle einreichen ... wenn die prognostizierten Lärmwerte um mehr als 5 Dezibel überschritten werden, verlangt die Stadt vom Bauherren innerhalb von 24 Stunden Maßnahmen zur Minderung ..." Was der FR nicht wichtig erscheint: Schallpegelmessungen werden jetzt entweder von dem Bauherrn oder der Stadt bezahlt. Bisher wurden Lärmopfer von der Bauausicht aufgefordert, die Experten aus eigener Tasche zu bezahlen. Hier die neuen Bestimmungen laut dem Bericht des Magistrats an die FDP-Fraktion.

Zuständigkeit hin- und hergeschoben
Baulärm - wer ist zuständig? Am besten niemand? Natürlich ist der Magistrat der Stadt Frankfurt zuständig. Der aber hat notorisch versäumt, eine Behörde für zuständig zu erklären. Zur Freude der Bauherren. Kein Amt machte ihnen Auflagen, kein Amt prüfte, ob lärmdämmende Maschinen eingesetzt wurde, niemand führte Messungen durch. Und in den Ämtern ist man schon zufrieden,wenn man Verantwortung zurückweisen kann. Im realen Leben kommen leider nicht alle gut weg. Lärmopfer - in der Regel Steuerzahler - bleiben natürlich ohne Beistand, wenn jede in Frage kommende Behürde erklärt, sie sei nicht zuständig. Protokoll einer Suche.

Nicht zuständig: Das Umweltamt
: Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt, Gesundheit und Personal, Antwort auf eine Beschwerde über Baulärm am 25. Juni 2012:

Der Zuständigkeit halber verweise ich auf ihr Anschreiben an das Bürgermeisterbüro zum gleichen Betreff, von dort wird ihnen zeitnah einer Antwort zukommen".

Nicht zuständig: Die Bauaufsicht: Bürgermeister Olaf Cunitz ist auch Planungsdezernent, in seinem Auftrag antwortet Dr. Michael Kummer, Bauaufsicht, Leitender Magistratsdirektor, am 19. Juli 2012:

Es ist wichtig zu wissen, dass die Bauaufsicht Frankfurt nicht die zuständige Behörde für die Überwachung von Baulärmimmissionen ist.

Dieses Schreiben ist quasi ein Schutzbrief für Bauherren. Der Bürger praktisch wehrlos.

Immer noch nicht zuständig: Das Umweltamt
. Rosemarie Heilig, Nachfolgerin von Dr. Rottmann, auf eine Anfrage von Rechtsanwalt Stefan Plangger am 17. August 2012

Bis zur abschließenden Klärung der Zuständigkeit für Baustellenlärm durch den Magistrat bitte ich um etwas Geduld."

Zwischendurch doch zutsändig: Das Umweltamt. Thorsten Dettmer, Bauaufsicht Frankfurt am Main, Abteilungsleitung Mitte, am 30. August 2012:

Nach der Geschäftsverteilung der Stadt Frankfurt ist für Lärmschutz und damit auch für Konflikte bei Baulärmimmissionen das Umweltamt (Tel.:212-39100) zuständig. Wir bitten Sie daher, sich in puncto Lärm allgemein und auch Baulärm direkt nach dort zu wenden."

Und zurück. Final zuständig: Die Bauaufsicht. Thorsten Dettmer am 28. Januar 2013


"Seit dem 01.09.2012 ... muss sich der Antragsteller auch zum Baulärm positionieren ... Inzwischen ist, nicht zuletzt auch durch Ihre (indirekte) Initiative die Verantwortlichkeit innerhalb der Stadtverwaltung geklärt und bis auf weiteres bei der Bauaufsicht verortet."





Schreiben an den Dezernenten - vergebliche Liebesmüh
Peter Milger
Fernseh- und Buchautor, Journalist

Dezernat II - Planen und Bauen
Herrn Olaf Cunitz
Kurt-Schumacher-Straße 10
60311 Frankfurt am Main

Sehr geehrter Herr Cunitz,

ich möchte Sie auf eine krankmachende Baustelle im Frankfurter Westend hinweisen. Die Bauaufsicht bleibt trotz mehrerer Beschwerden untätig.


Es geht um den Teilabriss der Oberlindau 80. Bauherr Unternehmensgruppe Schütt. Seit drei Monaten messe ich zwischen 80 und 95 dBA vor dem Fenster, 65 dBA im Arbeitszimmer. Entfernung zu Bohrhämmern und Schneidegeräten zwischen 14 und 30 Metern. Das macht krank. Die Bauaufsicht führt keine Messungen durch. Für das ganze Westend ist nur ein Mitarbeiter zuständig. Um der Sache nachzugehen verlangt die Bauaufsicht, einen vereidigten Sachverständigen mit Messungen über 14 Tage zu beauftragen - auf eigene Kosten. Eine Stunde kostet 300,- Euro. Das wären bei 8 Stunden täglich mehr als 20.000 Euro. Ein Unding. Der Bauherr kann sich also lärmdämmende Maßnahmen ersparen - bezahlen müssen die Anwohner mit der Zermürbung ihrer Nerven.

Ein Video mit Messungen finden Sie unter „Baulärm Oberlindau" bei Google oder Youtube
Beiliegend Messungen am 12. und 13. Juni und ein Schriftwechsel mit der Bauaufsicht.

Freundliche Grüße

13.06.2012 Peter Milger

Geantwortet hat mir der Leiter der Bauaufsicht, Dr. Kummer. Tenor: Die Bauaufsicht ist für die Baulärmkontolle nicht zuständig.
Mehr Eindruck machte ein Schriftwechsel
Peter Milger [mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Dienstag, 8. Mai 2012 17:31

An die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt, Betr. Baulärm, Antrag auf Nachprüfung

Baustelle Frankfurt Oberlindau 80, Bauherr Unternehmungsgruppe Schütt, angeblich nur Umbau eines Bürogebäudes in ein Wohngebäude

Ich bin Journalist und Filmautor, meine Arbeitsstätte (u. a. Filmschnitt) liegt direkt gegenüber, Oberlindau 87, erster Stock. Seit Wochen messe ich bei geschlossenen Fenster fast jeden Tag Schallpegel über 65 dBA. Auf meine Beschwerde hin erhielt ich die Auskunft, aus statischen Gründen, die sich jetzt erst ergeben hätten, hätten die Abrissarbeiten einen größeren Umfang als vorgesehen. In der Tat, man kann es sehen: So um die 20% des alten Betongerüsts werden mit schwerem, ungedämpftem Gerät zertrümmert.

Ich nehme an, dass bei einem Teilabriss in solcher Nähe von Gebäuden erhöhte Auflagen zur Schalldämpfung angeordnet werden. Entweder werden sie nicht befolgt, oder der Bauherr hat den Umfang der Abrissarbeiten beim Genehmigungsverfahren verschwiegen. Ich beantrage ein Überprüfung.

Hochachtungsvoll, Peter Milger

PS. Ich habe die Schallpegelmessungen auf Video dokumentiert. Bin gerne bereit, eine DVD zu übersenden.

AW: Antrag auf Nachprüfung/Von : Soundso1@stadt-frankfurt.de/ <mailto: Soundso@stadt-frankfurt.de/> Erhalten 11.05 8:58

Sehr geehrter Herr Milger,

vielen Dank für Ihre Mitteilung zum Bauvorhaben Oberlindau 80 und Ihr Angebot, uns Ihre persönlichen Schallmessprotokolle zuzusenden.

Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass solche Messungen grundsätzlich nur dann Rechtskraft besitzen, wenn sie von einem öffentlich bestellten und vereidigten, oder IHK- oder BImsch- zugelassenen Sachverständigen erstellt werden.In diesem Zusammenhang verweisen wir hier auch auf die AVV- Baulärm.

Weiterhin werden wir im Rahmen unserer bauaufsichtlichen Tätigkeit die Liegenschaft überprüfen und nach Kontaktaufnahme mit Bauherrschaft und Bauleitung gegebenenfalls Maßnahmen einleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Soundso1
Bauaufsicht Frankfurt am Main, Abteilung Mitte, Team 1

Telefon: 069 212 37864 Fax: 069 212 40540
Kurt-Schumacher-Straße 10, Zi.: B 416
60311 Frankfurt am Main
E-Mail:Soundso@stadt-frankfurt.de

(Antwort auf meine nächste Mail) Automatische Antwort. 2.6.
Herr Soundso1 ist vom 01.06.2012 bis 15.06.2012 nicht im Dienst.
Ihre Email wird nicht automatisch weitergeleitet.
In dringenden Angelegenheiten informieren Sie bitte Herrn Soundso2
(Soundso2@stadt-frankfurt
.de)

Von: Peter Milger [mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Samstag, 2. Juni 2012 19:34
An: Soundso2

Sehr geehrter Herr Soundso2 - Herr Soundso1 ist nicht da - daher wende ich mich an Sie

Sehr geehrter Herr Soundso1

Sie scheinen es nicht für nötig zu halten, meine Anfrage zu beantworten. Ich werde also in meinem Artikel und bei der Formulierung von Schadensersatzklagen behaupten, dass in der Umgebung der Baustelle Oberlindau 80 von Seiten der Bauaufsicht keine Lärmpegelmessungen durchgeführt wurden. Nun hat ja das Institut für Akustik und Bauphysik (S. Friebe), veranlasst durch die Firma Schütt, mit mir am 24. Mai um 14.00 Uhr einen Termin zwecks Messung vereinbart. Um 13.50 schwiegen die Elektrohämmer, der Techniker hat eine halbe Stunde gewartet, es gab nichts zu messen. Also fuhr er zum nächsten Termin. 10 Minuten später hatte ich wieder 80 dBA auf dem Balkon. Was sind das für Zustände, der Bauunternehmer kontrolliert sich selbst. Peter Milger

AW: baulärm /Von : Soundso3@stadt-frankfurt.de /Erhalten 04.05 10:59

Sehr geehrter Herr Milger,

soviel ich weiß wurde eine Messung am 30.05.2012 bei Ihnen zu Hause durchgeführt.
Nach meinem Kenntnisstand lagen die Werte innerhalb der AVV-Baulärm und waren nicht auffällig. Selbstverständlich steht Ihnen frei einen öffentlich bestellten und vereidigten, oder IHK- oder BImsch- zugelassenen Sachverständigen einzuschalten. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Soundso3 ... Funktion

Bauaufsicht Frankfurt am Main, Abteilung Mitte, Funktion

Von: Peter Milger [mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Montag, 4. Juni 2012 12:14

Sehr geehrter Herr Soundso3

Wenn irgendjemand behauptet hat, bei mir seien Messungen durchgeführt worden, hat er gelogen, und zwar im Interesse der Firma Schütt. Der Messtechniker hat (am 24. Mai) seine Geräte gar nicht ausgepackt, weil wundersamer Weise die Bohrgeräte 10 Minuten vor seinem Eintreffen ihren Betrieb einstellen. Die Teilabriss - und Baustelle war ruhig wie selten. Nach einer halben Stunde brach er auf, kurz darauf hatte ich mehr als 80 dBA auf dem Balkon. Wessen Interessen schützt die Bauaufsicht mit dem ständigen Hinweis auf Paragraphen? Es geht doch um Menschen. Ich möchte als Autor ungestört meiner Arbeit nachgehen. Und soll auf meine Kosten Sachverständige bestellen? Mal sehen, was die Öffentlichkeit davon hält. Peter Milger.

Sehr geehrter Herr Milger,

es tut mir Leid, dass ich Ihnen im Moment nicht weiterhelfen kann.
Ich bräuchte von Ihnen schon genaue Zahlen etc., damit ich weiter tätig werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Soundso3 Funktion

[mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Montag, 4. Juni 2012 17:20

Sehr geehrter Herr Soundso3

vorab eine Kostprobe von heute Nachmittag - bis 17.00 Uhr ging das. DVD kommt mit der Post

Freundliche Grüße, Peter Milger

" Soundso3" < Soundso3@stadt-frankfurt.de> hat am 5. Juni 2012 um 05:51 geschrieben:
Sehr geehrter Herr Milger,

vielen Dank für die Übersendung der Datei.

Meine Frage ist, ob das Gerät geeicht ist. Das Lärm bei Bauarbeiten entsteht will ich auch nicht abstreiten. Im welchen Umfang, dass ist eine andere Frage.
Ich möchte Sie bitten uns ein Protokoll von einem öffentlich bestellten und vereidigten, oder IHK- oder BImsch- zugelassenen Sachverständigen zukommen zu lassen. Dies sollte mindestens über einen Zeitraum von ein oder zwei Wochen beinnhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Soundso3 Funktion

Von: Peter Milger [mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Dienstag, 5. Juni 2012 11:15
An: Soundso3

Das Gerät ist natürlich geeicht. Plattitüden über Baulärm können Sie sich sparen. Hier geht es übrigens um Abbrucharbeiten mit ungedämpften Elektrohämmern. Sachverständige nach Ihrer Vorgabe verlangen 300 Euro pro Stunde. Wir reden also von Kosten für mich um die 20.000 Euro. Seit 8.30 Uhr 83 dBA vor meinem Arbeitszimmer. Entnervt. Peter Milger

" Soundso3 <Soundso3@stadt-frankfurt.de> hat am 5. Juni 2012 um 12:11 geschrieben:

Sehr geehrter Herr Milger,

es tut mir Leid, dass ich Ihnen da nicht weiter helfen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Soundso3 Funktion

Von: Peter Milger [mailto:webmaster@milger.de]
Gesendet: Dienstag, 6. Juni 2012 19:40

Sehr geehrter Herr Soundso3.

Die Bauaufsicht ist hilflos? Sie kann keine Messungen durchführen? Kontrollieren, ob Maßnahmen zur Lärmdämmung getroffen werden? (Was bei derartigen Abriss- und Baumaßnamen jetzt Pflicht ist.) Wie wäre es, wenn sie ihr ruhiges Büro verlassen würden, um sich hier umzuhören. Ich garantiere Ihnen, Sie werden es keine 10 Minuten auf meinem Balkon aushalten. Auch bei der Nachbarschaft könnten Sie sich umhören. Die Nerven liegen hier nach 3 Monaten blank. Heute wieder 5 Stunden über 80 dBA. Mein Schallpegelmessgerät hat sogar 1 dBA zu weniger angezeigt. Der Ingenieur Friebe vom Institut für Bauphysik hat es gestern kalibriert. Er hat zwei Stunden lang gemessen und nur den Kopf geschüttelt. (Meine Messungen stimmten) Es sieht so aus, als würde die Stadt ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen und nicht die Bürger schützen, sondern die Bauherren. Die ungehindert Tag für Tag mit Bohrhämmern einen Teilabriss durchführen und der Rendite wegen keine lärmdämmenden Maßnahmen ergreifen. Schönen Dank für ihr Mitleid. Peter Milger

Diesen Schriftwechsel habe ich der FDP-Fraktion zukommen lassen.
Erst zugelärmt - dann auch noch verklagt
Der Schlaghammer dröhnt täglich, drei Zimmer sind tagsüber praktisch nicht nutzbar, man bittet die Bauaufsicht um Hilfe, man wird von einem Mitarbeiter amtstypisch abgewimmelt, man veröffentlich den Email-Verkehr auf seiner Website, weil das Verhalten die Öffentlichkei angeht, und der Mitarbeiter, der ruhig in seiner Amtsstube sitzt, veklagt mich auf Schadensersatz - weil ich seinen Namen genannt habe. Seine Antworten auf meine Ersuchen und Beschwerden waren dem Charakter nach amtliche Schreiben und nur mit Absenderals Dokument und Zitat tauglich, also wörtlich mit Namen, Funktion und E-Mail-Adresse - so wie von dem Mitarbeiter am Ende der Schreiben mitgeteilt wurde. In meinem Text habe ich seinen Namen nicht genannt. Er wußte übrigens, dass ich die Angelegenheit veröffentlichen würde.

Gesendet: Montag, 4. Juni 2012 12:14 ... Sehr geehrter Herr Soundso3

... "Wessen Interessen schützt die Bauaufsicht mit dem ständigen Hinweis auf Paragraphen? Es geht doch um Menschen. Ich möchte als Autor ungestört meiner Arbeit nachgehen. Und soll auf meine Kosten Sachverständige bestellen? Mal sehen, was die Öffentlichkeit davon hält. Peter Milger."

Das mit dem "Sachverständigen" war sein Vorschlag. Spätestes da hätte er mich auffordern müsssen, ihm den Informatenstatus zu gewähren.

Hätte ich das Schreiben anonymisiert, also den Absender weggelassen, wären sämtliche Mitarbeiter der Bauaufsicht in Verdacht geraten, die Emails verfasst zu haben. Nun verklagt mich dieser Mitarbeiter auf Unterlassung, Schmerzensgeld und Schadensersatz in einem Geschäftswert von 10.000 Euro. Sein Anwalt stellte mir sogleich Kosten für seine Inanspruchnahme von 775,64 in Rechnung. Der Vorwurf: Ich hätte durch Nennung des Absenders „personenbezogene Daten" veröffentlicht. Zitat: „ ... den Vor- und Nachnamen ... die geschäftliche Emailadresse ... so wie die Beschäftigung als technischer Angestellter bei der Stadt Frankfurt." Normalerweis stehen Menschen zu ihren Namen und Schriftsätzen, und die Beschäftigung bei einer angesehenen Behörde gilt nicht als unehrenhaft oder Geheimsache. Viele Kollegen und Kolleginnen stellen sich auf der Website der Bauaufsicht sogar mit Foto vor. Also kann ich nur folgern, dass es sich um den Versuch handelt, mich einzuschüchtern. So sieht das aus mit den Bürgerrechten: Monatelang den Baulärm an der Schmerzgrenze durch Stemmarbeiten ertragen (zwischen 75 und 90 Dezibel (A), also im Mittel mehr als 20 Dezibel als erlaubt), recherchieren wie das möglich ist und dann sich mit sowas rumschlagen müssen. Trotzdem bin ich dem Mann gern entgegengekommen, ohne seine Rechtsauffassung zu teilen.Ich konnte ja nicht ahnen, dass er nicht zu dem steht, was er geschrieben hat. Ich habe alle Dokumente anonymisieren und versichere, den Namen des Mitarbeiters selbst unter Folter nicht preiszugeben. Ich betrachte ihn jetzt als meinen Informanten, so kann ich die Anonymisierung mit meinem Recht auf Meinungsfreiheit und ungehinderte journalistische Berufsausübung in Einklang bringen. Der Nachteil - jetzt kann gerätselt werden, welcher Mitarbeiter der Behörde einen solchen Umgang mit jemanden für richtig hält, der sich gegen eine infernalische Lärmentfaltung journalitisch zur Wehr setzt, weil Bechwerden sich als sinnlos erweisen.

Übrigens. Dass sich der Mitarbeiter als Geschädigter sehen könnte, war nicht vorhersehbar. Mir war bekannt - dank www.westend21.de/beschwerde - dass es seine Behörde für selbstverständlich hält, personenbezogene Daten der Mitarbeiter ins Netz zu stellen, und zwar in Form einer Telefonliste. Auf der Website der Stadt - www.frankfurt.de - oben rechts unter SUCHE eingeben "Telefonliste", im Suchergebnis anklicken "1. Telefonliste Bauaufsicht" und schon kann man den Mitarbeiter samt Tätigkeitsbereich ausfindig machen. So viel Tranparenz kann man nur loben. Und die "Geschäftliche Emailadresse" ist durch ihr Standardformat offensichtlich : vorname.name@stadt-frankfurt.de. Auch zu loben - die leichte Erreichbarkeit. Im Übrigen war dem Mitarbeiter bekannt, dass ich als Journalist arbeite, er hätte also mit einer Veröffentlichung zu rechen müssen. Man hätte darüber reden können. Auch nach der Veröffentlichung hätte ein Anruf genügt. Und und und ...

Der anonymisierte Schriftwechsel (C,) hat jetzt die Annmutung einer Buchbinder-Wanninger- Satire. Aber ich schwöre: Den Text der Soundos haben ich nicht erfunden
Tatenlose Bauaufsicht: Aktenzeichen vergeben
Von: Thelen [mailto:wilfried@thelen-frankfurt.de] Gesendet: Mittwoch, 13. Juni 2012 10:34 An: Umwelttelefon; A020V-buergerbuero-oberbuergermeisterin;

Betreff: Baulärm Oberlindau 80

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind Pensionäre des Landes Hessen und wohnen seit 1983 in der Oberlindau 85, sind tagsüber zu Hause und arbeiten ehrenamtlich, im Haus neben Herrn Peter Milger, im 1.Stock.Der Umbau des Hauses Oberlindau 80 belastet uns alle, die in der Nähe wohnen, seit einem halben Jahr mit Staub, Lärm und Baustellenverkehr mit LKWs. Dass wir eine gewisse Belastung dulden müssen, bestreitet niemand.Dennoch können wir die Angaben von Herrn Milger in vollem Umfang bestätigen und unterstützen seine Beschwerden in vollem Umfang. Auch wir verlangen, dass die Bauaufsicht endlich tätig wird. Die Belastungen durch Lärm liegen über dem Erträglichen.Aus dem beigefügten Mailverkehr lässt sich aber eine gleichgültige bis untätige Haltung der Mitarbeiter der Behörde erkennen, die wir für sehr bedenklich halten. Es kann nicht angehen, dass den Bürgern die Beweislast zugeschoben wird, um sich um Vorgänge zu kümmern, die ureigenste Aufgaben der Bauaufsicht sind! Es ist auch nicht hilfreich, Rechtsvorschriften einfach zu benennen, ohne sie zu subsumieren und deutlich zu machen, ob sie verletzt sind oder nicht.Wir hoffen, dass etwas geschieht, damit die Belastungen so gering wie möglich gehalten werden.Jetzt, wo wir diese Mail schreiben, herrscht auf der Baustelle ein schriller Dauerlärm, der ohne Schutz nicht erträglich ist.Sollte nichts seitens der Behörden unternommen werden, sollten die betroffenen Anwohner eine Dienstaufsichtbeschwerde in Erwägung ziehen. Mit freundlichen Grüssen Angela u. Wilfried Thelen

(ANTWORT)


vielen Dank für Ihre Mitteilung. Wir haben den Hinweis aufgenommen und unter dem Aktenzeichen BM-2010-38-2 erfasst. Die Beschwerde wurde an den zuständigen Baukontrolleur weitergeleitet. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Herrn Soundso3 , Tel. 069 - 212 378xx Mit freundlichen Grüßen i. A. ... Soundso4

Name @stadt-frankfurt.de www.bauaufsicht-frankfurt.de
Firma Schütt: leere Versprechungen
Von: Andreas Ohm [mailto:andy_katana@gmx.de] Gesendet: Mittwoch, 9. November 2011 16:00An: info@schuett-gruppe.de. Betreff: Sanierung Oberlindau 80

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin Anwohner in der Telemannstrasse. Aufgrund der Sanierung des Hausesin der Oberlindau 80 kommt es zu horrenden Lärmbelästigung.Ich arbeite freiberuflich als Medien/Webdesigner. Durch den ständigen extremenBaulärm kann ich kaum meiner Arbeit nachgehen.Ich bin wirklich sehr verärgert, denn der Lärm ist schon bei geschlossenenFenstern kaum auszuhalten.Wie lange soll das noch so gehen?
Mit freundlichen Grüssen
Andreas Ohm

Sehr geehrter Herr Ohm,den Erhalt Ihrer gestrigen Mail möchte ich Ihnen kurz Bestätigen. Dass Sie durch Lärmbelästigungen, bedingt durch die Bauarbeiten in der Oberlindau 80, bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit beeinträchtigt werden bedauern wir sehr. Wir hoffen jedoch, dass die lärmintensiven Arbeiten in ca. 2 Wochen abgeschlossen sein werden.Gerne stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch hier bei uns im Büro in der Friedrichstraße 15 zur Verfügung, um Ihnen den weiteren Ablauf der Arbeitenzu erläutern und Ihre Fragen ausführlicher zu beantworten. Bitte nennen Sie uns doch Ihren Terminwunsch.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Brück; Prokurist / Projektleitung; Schütt Bauwerke GmbH
Friedrichstraße 1560323 Frankfurt am MainTel.: 069 - 7171 285- 0E-Mail: brueck@schuett-gruppe.deWeb: www.schuett-gruppe.de


Von: Andreas Ohm [mailto:andy_katana@gmx.de] Gesendet: Dienstag, 24. April 2012 14:01An: ordnungsamt@stadt-frankfurt.deCc: Wolfgang BrueckBetreff: Beschwerde Baulärm Oberlindau 80

Sehr geehrte Damen und Herren,mit dieser Email möchte ich Andreas Ohm Telemannstrasse 39 in 60323 Frankfurt mich wegen dem Baulärm Oberlindau beschweren.Der Baulärm befindet sich in einem Wohngebiet. Es ist jetzt 13:49, und draussen wird so laut mit Betonschlaghämmerngearbeitet, so das man weder ein normales Telefonat noch mit Arbeitenkann. Und das bei geschlossenen Fenstern.Wenn man mal lüften möchte, und das Telefon klingelt - muss ich schreiendas man ein Wort versteht. Zeugin Karina Ohm wohnhaft in Reinheim.Es kann nicht sein das gerade in der Mittagsruhe der Baulärm erhöht wirdund Morgens eher ruhiger ist. Ich werde, wenn es keine Abhilfe gibt über Facebook eine Bürgerinitiative aufbauen, um uns gegen die andaurenden Lärmbelästigungen zu beschweren. Die Lautstärke ist schon seit Monaten unerträglich. Es gibt unregelmässigeZeiten der Lautstärke.Würde sie bitten mit Ihren Möglichkeiten dies mal zu überprüfen.Gegebenfalls eine Lärmpegelmessung durchzuführen. Es gibt keine Schallschutzmassnahmen. Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Ohm,
leider verursachen die Bau- bzw. Abbrucharbeiten aktuell noch erheblichen Lärm, dafür möchten wir uns entschuldigen. Das Ende dieser lärmintensiven Arbeiten (Abbruch) ist jedoch absehbar, der spätere Ausbau wird dann mit einer deutlich geringeren Belastung auskommen. Der Geschäftsführer der Fa. Jöst ist heute am Nachmittag bei uns im Hause, ich werde das Thema auf jeden Fall ansprechen.Bezug nehmend auf die unten stehende Mail, sowie meine an Herrn Ohm gerichtete Mail vom 19.03.2012, möchte ich Ihnen mitteilen, dass wir in Zusammenarbeit mit der Fa. Jöst sowie dem Büro IAB aus Oberursel bisher diverse Maßnahmen zur Reduzierung des Baulärms besprochen und vor Ort auch umgesetzt haben. Nicht zuletzt durch die Kommunikation mit der Nachbarschaft haben wir u. a. die Bauzeiten eingegrenzt. So wird erst ab 8:00 Uhr mit den Arbeiten begonnen und die tägliche Arbeitszeit von max. 8 Stunden unter Einhaltung der gesetzlichen Pausen nicht überschritten. Im aktuellen Fall lassen wir zudem Bauteile, die eigentlich durch stemmen
entfernt werden sollen, mit einer hydraulischen Schere, die an einem Minibagger befestigt ist, etagenweise entfernen. Dafür haben wir zusätzliche, sehr aufwändige Abstützungsmaßnahmen mit dem Statiker abstimmen müssen und durchführen lassen. Das Abtrennen der Bauteile mit der hydraulischen Schere verursacht nun deutlich weniger Lärm, nimmt aber etwas mehr Zeit in Anspruch. In einigen Teilbereichen können wir jedoch auf die Stemmarbeiten nicht verzichten, da hier aus statischen Gründen die Bewehrung nicht durchtrennt werden darf. Diese Stemmarbeiten verursachen vermutlich den der Beschwerde von Herrn Ohm zu Grunde liegenden Lärm. Wie zuvor beschrieben, ist das Ende dieser Arbeiten bereits absehbar.Mit der Fa. Jöst werde ich das Thema Baulärm heute noch erörtern. Vielleicht können wir nach Rücksprache u. a. mit dem Statiker und den Firmen vor Ort eine Alternative zu den Stemmarbeiten finden oder diese zumindest von der Zeit her eingrenzen.Gerne stehen wir Ihnen für ein gemeinsames, klärendes Gespräch zu Verfügung. Mit freundlichen Grüßen

Betreff: Lärmbelästigung Oberlindau, 80. 04.06.2012
Sehr geehrter Herr Brück,"Dass Sie durch Lärmbelästigungen, bedingt durch die Bauarbeiten in der Oberlindau 80, bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit beeinträchtigt werden bedauern wir sehr. "Wir hoffen jedoch, dass die lärmintensiven Arbeiten in ca. 2 Wochen abgeschlossen sein werden". Diese Nachricht haben Sie am 10.11.2011 geschrieben. Jetzt reichts wirklich. Ich werde jetzt Audioaufnahmen machen und diese Heute an das Ordnungsamt senden. Ich bin seit einer Stunde von der Arbeit zurück, und die lauten Maschinen laufen jetzt am stück durch. Ohne unterbrechung. Muss sogar zum Telefonieren in den Keller gehen, weil ich hier sogar bei geschlossenen Fenster schreien muss.Durch Ihre vergangen Mails und den bis heute andauernden Lärmbelästigunghabe ich ja den beweis das Sie einem nur hinhalten wollen. Es reicht wirklich. Wenn sich nichts ändert, werde ich mich um Rechtsbeistand bemühen.Mit freundlichen Grüssen
Andreas Ohm

Antwort 06.06.2012 Sehr geehrter Herr Ohm,Herr Brück befindet sich diese Woche im Urlaub und ist ab kommender Woche wieder zu erreichen. Wir bedauern sehr, dass Sie erneut durch die anhaltenden Bauarbeiten beeinträchtigt wurden und versichern Ihnen, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um den Lärm zu verringern. Gleichzeitig nehmen die lärmintensiven Arbeiten nun mit fortschreitender Zeit ab. Leider ist dieser jedoch nicht gänzlich zu vermeiden. Wir haben das Bauunternehmen über Ihre Beschwerde unterrichtet. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Polier Herrn Fleming werden bis Montag keine lärmintensiven Bauarbeiten durchgeführt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Melanie Schönberger