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Immobilie zweil Mal verkauft - Bauaufsicht genehmigt Vergrößerung - intensiver Baulärm vorhersehbar
Amtliche Auskunft über die Bauherrschaft auf der Webseite der Bauaufsicht noch im April 2013:

Bauherrschaft ($ 48 HBO): PG Oberlindau 80 Projekt GmbH & Co. KG vertr. D. PG Westend 15 Verwaltungs GmbH vertr.d. Herrn Claus Wisser und Herrn Dr. Holger Koppe, Mittelstraße 5, 12529 Schönefeld

Der Unternehmer Claus Wisser bezeugt, er habe die zweite Firma samt Immobilie an die Unternehmensgruppe Schütt vor Baubeginn verkauft - weil er mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Nachbarschaft und mit Schadensersatzforderungen rechnete. Er achtet tatsächlich auf sein Image. FR vom 30. Juni 2012. Claus-Jürgen Göpfert schreibt:

Wisser ... kümmert sich um sein Hobby: Bau und Sanierung "schöner Häuser." Unten im Flur beleuchtete Modelle ... wie viele Immobilien ihm wohl gehören? Lachen, Schulterzucken."Steht irgendwo in den Büchern."

Das Vorhaben einer Umwandlung in Wohnraum ist in im Prinzip verdientsvoll, auch weil der Anblick eines menschenleeren Gebäudes deprimierend wirkt. Da die Eigentümer nicht mehr zeitgemäßer Bürohäuser horrende Summen aufrufen, rentieren sich allerdings nur Luxuswohnungen. Der Bauantrag wurde ohne lärmdämmende Auflagen genehmigt, obwohl aus dem Bauentwurf herrvorging, dass ein Teilabbruch und somit umfangreicche Stemmarbeite erforderlich sein würden. Claus Wisser wusste es, die Bauaufsicht sah es entweder weniger deutlich oder darüber hinweg. Warum? Die Leitung der Behörde zeigt keine Neigung, die Sache aufzukären. Ein Bauingenieur, der Messungen duchführte, sagte nur ganz leise: Das hätte nie so genehmigt werden dürfen.

Das gesetzlich vorgeschriebene Bauschild wurde als DIN A4 Zettel in der Oberlindau erst am 25 Juli 2012 angebracht. Baubegin war Ende 2011. Er meldete als Bauherrschaft: PG Oberlindau 80 Projekt GmbH & Co. KG vertr, d. Herrn Christian Schütt. Das Nichtanbringen eines Bauschildes ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 500.000 belangt werden kann. Firma Schütt hatte diesbezüglich offenbar keine Befürchtungen.

Das Vorhaben wird so beschrieben: Errichtung von 16 WE . Das klingt so harmlos Tatsächlich wurde die alte Fassade mit sämtlichen Betonbrüstungen und das oberste Stockwerk zu größten Teil mit Schlaghämmern weggestemmt. Da waren die erlaubten 65 Dezibel nicht einzuhalten. Monatelang wurden um die 80 Dezibel gemessen, allerdings nicht von der Bauaufsicht. Entsprechenden Aufforderungen kam sie nicht nach. Auskunft der Behörde: Sie sei für die Kontrolle von Baulärm nicht zuständig, Bauen sei eben mit Lärm verbunden. Beschwerden der entnervten Lärmopfer wurden beschwichtigt. Auch die Firma Schütt ließ im Wesentlichen wissen, dass beim Bauen eben Lärm entseht. Immer ist die Rede vom Bauen, der Teilabriss kommt gar nicht zur Sprache.

Die Baumaßnahme dient tatsächlich nicht dazu, für Normalverdiener Wohnraum zu schaffen. oder gar die Wohnungsnot zu beheben. 12 Wohnungen werden zu einem Preis von 1.075.000 Euro zum Verkauf angeboten, eine kommt auf 2.750.000 Euro. Merke: Lärmdämmende Maßnahmen sind teuer, lauter bauen lohnt sich. Genehmigt wurde übrigems die Vorverlegung der Fassade um 1,30 Meter, wodurch ca. 140 qm Wohnraum zusätzlich zur alten Baugenehmigung gewonnen wurden. Meine Forderung auf Schadensersatz hat er Schütt brüsk zurückgewiesen. Er soll laut Amtleiter Kummer ja auch nur "in der Regel" bezahlt werden.